Gesamtsanierung MFH Langgasse
Winterthur

Auftragsart Planerwahlverfahren, 1. Rang
Planung/Ausführung 2010-2012
Bauherrschaft Stadt Winterthur
Bauingenieur Bona Fischer Ingenieurbüro AG, Winterthur
Elektro-Ingenieur Elektro-Design + Partner AG, Winterthur
HLKS-Ingenieur Russo Haustechnik-Planung GmbH, Winterthur
Bauphysiker BWS Bauphysik AG, Winterthur
Leistungsumfang Projekt, Kostenplanung / Devisierung, Ausführungsplanung, Bauleitung

Die Liegenschaft an der Langgasse 112-118 wurde 1929 von Franz Scheibler in Zusammenarbeit mit Hermann Siegrist erstellt. Das dreigeschossige Mehrfamilienhaus umfasst 24 Vierzimmerwohnungen, wobei es zwei unterschiedliche Wohnungstypen gibt. Scheiblers Wohnungsbau zeichnete sich architektonisch vor allem durch eine klare und straffe Grundrissorganisation mit einer reduzierten Formensprache aus. Aussenwärmedämmung und Balkone wurden bereits bei vorherigen Sanierungen ergänzt. Ziel der jüngsten Sanierung war eine weitere Energieoptimierung, dazu wurden Ausstattung und Technik auf einen aktuellen Stand gebracht. Der Charakter des Hauses sollte dabei erhalten und gestärkt werden. Küchen und Badezimmer wurden vollständig erneuert, dabei wurden alle Sanitärleitungen ausgetauscht. Die Küchengrundrisse wurden zu Gunsten von mehr Abstell- und Arbeitsfläche komplett umstrukturiert und die Abluft über Dach geführt. Da die Sanierung der Liegenschaft im bewohnten Zustand erfolgte, galt es, Eingriffe in den Wohnräumen soweit als möglich zu vermeiden.

Der Öl/- Gaskessel zur Wärmeerzeugung wurde durch einen Gaskondensationskessel ersetzt. Flachkollektoren auf der Dachfläche unterstützen in Zukunft die Warmwasserbereitung. Die Kellerdecke sowie der Estrichboden wurden wärmegedämmt. Die Fassade wurde anlehnend an die ursprüngliche Originalfassadeund mit Bezug zu den später angebauten Vordächern neu gestaltet. Die dunklen Gewänder der Fenster sowie der Eingangsbereiche akzentuieren zusammen mit dem Sockelbereich die helle Putzfassade. Sämtliche Fenster und Rollläden wurden ersetzt. Der Aussenraum wurde ebenfalls umgestaltet. Ein neues Pflanzkonzept verleiht den beiden Höfen jeweils eine eigene Identität und die Spieleinrichtungen entsprechen nun den heutigen Sicherheitsansprüchen.